Konzeptionelle Umkehrung – Ein Holzfachwerk auf vier Stützen
Ein knappes Baufeld, ein dichtes Raumprogramm und die Begrenzung des oberirdischen Bauvolumens durch den Gestaltungsplan erforderten bereits in der Wettbewerbsphase eine ambitionierte Lösung. Die neue Berufsfachschule Winterthur besticht durch ein innovatives Tragwerk: Ein mehrgeschossiger Holzbau, der auf vier massiven Stützen eine unterirdische Dreifachsporthalle komplett überspannt.
Um den wachsenden Raumbedarf am neuen «Campus Tösstal» zu decken, bündelt der Kanton Zürich mehrere Standorte in einem kompakten Neubau. Architektonisch und statisch stellt das Gebäude eine Besonderheit dar: Der grosse Fussabdruck der Dreifachsporthalle wurde vollständig unterirdisch angeordnet. Das Resultat ist ein durchlässiges Erdgeschoss, das als Bindeglied zwischen Stadt, Umgebung und Schule fungiert.
Über die vier Auflagerpunkte werden die gesamten Lasten der sechs Schulgeschosse abgeleitet. Ein umlaufendes, zweigeschossiges Holzfachwerk an der Fassade trägt die Stützen der darüberliegenden Geschosse. Im Verbund mit den mehrgeschossigen inneren Fachwerken um das zentrale Atrium leitet dieses System die Kräfte windmühlenartig in die Abfangstützen des Erdgeschosses ab.
Wirtschaftliche Rippendecken im Holz-Beton-Verbundsystem sowie hohe Nachhaltigkeitsziele (Minergie-P-ECO und SNBS-Gold) sind weitere Eigenschaften des komplexen Projektes.
Am SIA-Werkstattgespräch werfen wir einen exklusiven Blick auf das Tragwerk, die Architektur und die Gebäudetechnik dieser aussergewöhnlichen Baustelle.
Haftungsausschluss
Für die Baustellenbesichtigung ist ein unterschriebener Haftungsausschluss nötig.
Wir bitten Euch, diesen unterschrieben mitzubringen. Vielen Dank.
Ablauf
Einführung
Projekterläuterungen
Rundgang in Gruppen
Apéro
Referenten:innen
Marcia Akermann, MAK architecture
Adrian Rutz, Takt Baumanagement
